WIMEN Mitglieder stellen sich vor - FACTUM

Fotos: Daniel Bell/FACTUM OG

FACTUM

Chaloupka und Risser OG |Verkehrs- und Sozialanalysen

Verkehr, verstanden als soziales Gefüge, in welchem subjektive Bedürfnisse und Motive das Handeln steuern, ist das Forschungsfeld von FACTUM.

FACTUM ist eine private Forschungseinrichtung mit dem Schwerpunkt Mobilitäts- und Verkehrsforschung. Zwei Drittel des FACTUM Teams setzen sich aus weiblichen Forscherinnen – Psychologinnen, Soziologinnen und Pädagoginnen – zusammen.

Seit 1988 betrachtet FACTUM Mobilität und Verkehr aus einer sozialwissenschaftlichen Perspektive. Als zentrale Aufgabe wird die Entwicklung und Verwendung von Instrumenten angesehen, die eine adäquate Erforschung des menschlichen Verhaltens sowie der steuernden Motive und Bedürfnisse ermöglicht. Dies erfolgt unter Einsatz von vor allem qualitativen Methoden (Fokusgruppen-Interviews, Sozialraumanalysen inkl. Verhaltensbeobachtungen unter Einsatz der „Wiener Fahrprobe“ etc.). Geleitet von verkehrspsychologischen und – soziologischen Theorien wird insbesondere den Fragen von Lebensqualität und des Lebensstils nachgegangen. Neben Sicherheitsaspekten spielen Kriterien wie Komfort und Gleichberechtigung in bezug auf vor allem schwächere VerkehrsteilnehmerInnen eine Rolle sowie alternative Mobilitätsformen und ITS auch für unterschützte VerkehrssystemnutzerInnen.

Mit seinen Studien leistet FACTUM einen Beitrag zur Lösung der heutigen Mobilitäts- und Verkehrsproblematik, wobei die Bedürfnisse und Interessen der Menschen im Zentrum stehen. Damit soll auch der aktuellen Forderung nach intradisziplinärer Forschung Genüge getan werden.

Nachfolgend ein paar Kurzzusammenfassungen von Projekten, die bei FACTUM derzeit laufen bzw. gelaufen sind.

Gehen aus der Perspektive von jung und alt (MA 18 Stadtentwicklung und Stadtplanung, 2014)

Ziel dieser Forschungsarbeit ist es,  Bedürfnisse und Anforderungen der jungen und älteren Bevölkerung zu erheben und Maßnahmen zu erarbeiten, die Gehen zu einer sicheren UND attraktiven Fortbewegungsart für Kinder und ältere Personen in Wien machen.

Mein Schulweg – gesund und mobil (Wiener Gesundheitsförderung und Gebietsbetreuung des 2. Bezirks, 2014)

Das Projekt „Mein Schulweg – gesund und mobil“ wird im Jahr 2014 am Campus Gertrude Fröhlich Sandner umgesetzt. Ziel des Projekts ist es, die Freude der Kinder an Selbstständigkeit und Bewegung am Schulweg zu fördern, wobei sowohl die Kinder als auch die Eltern angesprochen werden.

Kids2move - Integratives Vernetzungssystem zur Optimierung von Kinder- Begleitwegen (FFG, BMVIT; 2014 – 2016)

Das Verkehrsverhalten wird bereits in der frühesten Kindheit über die Vorbildwirkung des persönlichen Umfelds geprägt. Über die Entwicklung eines integrativen Vernetzungssystems zur Optimierung von Kinder-Begleitwegen, soll das Ziel der nachhaltigen Beeinflussung von Bewusstseins- und Entscheidungsprozessen in der Verkehrsmittelwahl, erreicht werden. Damit werden starre Muster im motorisierten Individualverkehr aufgebrochen und neue Verkehrsverhaltensmuster ermöglicht.

MOBILPARTNER.NET

Systematischer Informationsaustausch zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Bildung im Mobilitätssektor (Klima- und Energiefonds sowie FFG; 2013-2014)

„MobilPartner.Net“ zielt auf einen systematischen Informationsaustausch zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Bildung im Mobilitätssektor ab. Dies wird erreicht anhand eines Modells zur Etablierung und Fortführung eines Netzwerkes. Die Berufe im Bereich der Mobilität sollen Jugendlichen nicht nur attraktiv vermittelt werden, sondern sie sollen auch selbst durch kreatives Erarbeiten Ideen zu möglichen Berufsfeldern entwickeln.

KIDSACT – SchülerInnen erforschen die Interaktion zwischen AutofahrerInnen und Kindern im Straßenverkehr (Oktober 2012 bis März 2014)

Ziel des vom Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung geförderten Projektes KidsAct war es, einerseits SchülerInnen Verkehrsforschung näher zu bringen und andererseits, die Interaktion zwischen AutofahrerInnen und Kindern zu untersuchen und herauszufinden, inwiefern das Auftreten und Verhalten von Kindern im Straßenverkehr das Verhalten von AutolenkerInnen beeinflusst.

NutzerInnenbefragung: Was gefällt am Gehen und was hält davon ab? (MA 18 Stadtentwicklung und Stadtplanung, 2013)

„Gehen ist ein wichtiger Bestandteil unseres täglichen Lebens. Wie das Gehen erlebt wird, kann jedoch sehr unterschiedlich sein. Ziel der Studie war es über Qualitäten und die Probleme des zu Fuß Gehens in Wien mehr zu erfahren und herauszufinden, was am Gehen in Wien gefällt und was davon abhält. Neben einer Literaturrecherche wurden 18 Tiefeninterviews und 2 Fokusgruppen-Diskussionen durchgeführt. Darüber hinaus wurden 618 WienerInnen in Straßeninterviews befragt.

FACTUM ist Mitglied bei folgenden Netzwerken:

ICTCT (International cooperation on Theories and Concepts): Ziel von ICTCT ist eine internationale Kooperation zur Identifizierung und Analyse potentiell gefährlicher Situationen im Straßenverkehr sowie deren Ursachen. Dies basiert auf relevanten Sicherheitsindikatoren, die mit Hilfe von Beobachtungen (Verkehrskonflikttechnik) und Befragungen erhoben werden. www.ictct.org

HUMANIST VCE (Virtual Centre of Excellence): Ziel des Netzwerkes ist es u.a. Forschung zu den Human Factors in Verbindung mit ITS international unter Einsatz auch qualitativer Methoden durchzuführen. www.humanist-vce.eu

WIMEN

FACTUM hat eine Firmenmitgliedschaft bei WIMEN. Christine Chaloupka-Risser  ist im erweiterten Vorstand des Vereins tätig.

Kontakt

Dr. Christine Chaloupka

FACTUM OG
Hermann Bahrstraße 9/11
1210 Wien
& INFAR Wien

Tel: +431 5041546, Fax: +4315041548

E-Mail:         christine.chaloupka@factum.at

Homepage: http://www.factum.at
                    http://www.infar-wien.at
                    http://www.ictct.org

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Christine Chaloupka-Risser für WIMEN

Dateityp: 
Vorträge und Präsentationen