Girls' Day im Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie

Bild: © P. Posch

 

WIMEN unterstützte mit Beteiligung unserer Mitglieder Bettina Schützhofer, Gerda Reißner, Gertraud Oberzaucher und Susanne Wolf-Eberl den diesjährigen Girls' Day im Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie.

Dort wurden insgesamt 9 Stationen zum Thema Mobilität und IKT für ca. 180 Schülerinnen aus unterschiedlichen Schulen und Schulstufen angeboten.

In einer gemeinsamen Station für alle Altersstufen haben die Mädchen das Zusammentreffen von verschiedenen Verkehrsteilnehmern nachgespielt. Sie konnten mit Hilfsmitteln wie „Gehzeugen“, Fahrrädern, Rollstuhl oder Kinderwägen Geschicklichkeitsübungen und Schätzaufgaben zum Platzbedarf auf einer vorgegebenen Verkehrsfläche machen.

Für Volkschülerinnen gab es 4 Stationen, bei denen sie unter anderem einen Bahnwaggon mit Lego gestalten und Verkehrswege planen konnten. Außerdem haben sie in einem „Flipped Classroom“ Setting gemeinsam mit der WIMEN Expertin Bettina Schützenhöfer über gefährliches und gefährdendes Verhalten auf Wegen und Straßen diskutiert und Warnhinweise für Straßenschilder entworfen.

       Bild: © Jakob Gramm

NMS Schülerinnen der 7. Schulstufe haben gemeinsam mit WIMEN Expertin Gerda Reißner überlegt, was in öffentlichen Verkehrsmitteln Konflikte auslösen kann und diese in einem Stehgreiftheater nachgespielt. In einer zweiten Station haben die Mädchen unterschiedliche Berufsmöglichkeiten im Mobilitäts- und IKT Bereich über Watchado Videos kennen gelernt und konnten diese in einer anschließenden Kahoot Online-Befragung bewerten.

Auch für die ca. vierzig 16 jährigen AHS-Schülerinnen gab es eine Station, bei der ihnen mit Hilfe von Watchado Videos unterschiedliche Berufe vorgestellt wurden. Außerdem wurden zwei interessante Thementische aus dem Bereich Mobilität für sie angeboten.

Am ersten Tisch konnten die Schülerinnen ein vom Science Center Netzwerk entwickeltes Spiel zu unterschiedlichen Berufsbildern in der Mobilität spielen. Anhand von Kärtchen, die den Arbeitsalltag beschreiben, Ziele, Beispiele für wichtige Termine, häufige Tätigkeiten und einiges mehr wurde in Gruppen diskutiert, um welches Berufsbild es sich hier handeln könnte. In einer Abschlussrunde wurden die (vermeintlichen) Lösungen verkündet und von der Spielleiterin Sarah Krautsack, bmvit, dann entweder  bestätigt oder erläutert, um welchen Beruf es sich tatsächlich handelte.

Am zweiten Tisch wurde das Thema automatisierte Fahrzeuge diskutiert. Nach einer kurzen Präsentation über Potenziale, Anwendungsfelder, der Entwicklungsperspektive bis 2030+, technische Hürden, der Funktionsweise des automatisierten Fahrens und einer aktuellen Statistik aus 2016 über die Fehlerquoten der bekanntesten neun Unternehmen, die automatisierte Fahrzeuge herstellen, wurde der prognostizierte Nutzen und die bereits umgesetzten Maßnahmen zur Einführung des automatisierten Fahrens in Österreich vorgestellt.

Anhand von aktuellen Artikeln, die die Schülerinnen in Kleingruppen bearbeiteten, wurden im Anschluss Vorteile und mögliche Nachteile beziehungsweise die Akzeptanz automatisierter Fahrzeuge diskutiert. Bundesminister Jörg Leichtfried, der die Gruppe besuchte, berichtete über seine Erfahrungen mit autonom fahrenden Bussen in Salzburg. Im Gegensatz dazu war die Zustimmung der Schülerinnen sehr verhalten. Trotz aller Argumente, die die Erhöhung der Sicherheit und Effizienz betonten, vertraut ein Großteil nach wie vor auf den/die menschliche/n FahrerIn.

Gertraud Oberzaucher und Christina Fastl für WIMEN im Juli 2017