„Multimodal mobil – gender- und diversitygerecht“

Am letzten Mittwoch, den 14.12.2016, hat die Auftaktveranstaltung einer längerfristig gedachten Kooperation des bmvit mit dem Verein WIMEN stattgefunden. Es gilt, durch ein ansprechendes Veranstaltungsdesign zentrale Themen der Mobilität differenziert und zielgruppenrelevant weiter zu entwickeln und so Forschungsbedarf für die Zukunft aus Gendersicht zu definieren. So soll auch das Genderziel des bmvit‚ Sicherstellung der Gendergerechtigkeit in der Mobilität, sowie eines gleichen Zugangs von Frauen und Männern zum Mobilitätsangebot, weiter konkretisiert werden. Die Mitglieder von WIMEN und ihr näheres Projektumfeld bringen dazu ihre Projekterfahrungen auf verschiedenen Ebenen und in Programmen ein.

Ein netter interaktiver Start hat bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern eine gut vertraute Umgebung für nachfolgende Impulsstatements erzeugt: Karin Ausser – ‚Gemma und Gemma weiter‘, Eveline Braun und Susanne Wolf-Eberl – ‚Begegnungszonen – Bewegungszonen, Jugend, Flitzen‘, Eva Favry – ‚Smart City im Gemeindebau‘, Bente Knoll – ‚Mobility4Job‘, Alexandra Millonig – ‚pro:motion‘, Lucas Paletta – ‚Mobile Assistance for Social Inclusion & Empowerment of Immigrants with Persuasive Learning Technologies & Social Network Services‘, Angelika Rauch – ‚Taxi plus‘, Bettina Schützhofer (in Vertretung Andrea Grabher) – ‚SenAktiv‘, Astrid Segert – ‚Migrantinnen erobern das Fahrrad‘ haben sehr deutlich die Breite der verschiedenen Ansätze und Methoden für mehr Aufmerksamkeit auf die verschiedenen Menschen und ihre Bedürfnisse zum Thema Mobilität aufgezeigt.

In einer (wie fast immer) zu kurzen Abschlussdiskussion wurden die Ergebnisse von drei Kleingruppen zu den Themen Alter (es wurde kurzerhand zum Thema ‚alle Altersgruppen ansprechen‘ erweitert), Bedürfnisorientierung und Migration zusammengefasst. Viel Einigkeit finden Themen, die für verschiedene Menschen (Kulturen, Alter, …) einen ‚gemeinsamen‘ Fokus finden, es sozusagen gut „menscheln“ zu lassen, vor allem auch im Servicebereich und an Rahmenbedingungen zu arbeiten, um potentielle Konflikte zwischen verschiedenen Gruppen erst gar nicht entstehen zu lassen. Weiters die Forderung, Technik und Ökonomie nicht immer als oberste Prämisse zu sehen.

Nach diesem erfolgreichen ersten Schritt werden wir weiter an einer sinnvollen Zusammenführung und gemeinsamen Weiterentwicklung der vielen spannenden Einzelprojekte arbeiten, um den Mehrwert für ein großes Ganzes aus Gender und Diversity entstehen zu lassen.

Traude Oberzaucher von WIMEN und Lisa Anderluh fürs bmvit haben sehr nett und persönlich diese zwei Stunden begleitet.

Andrea Grabher für WIMEN im Dezember 2016