WIMEN-Beteiligung beim Projekt EU-ASCIN

Quelle: FH Technikum Wien

Im Sommersemester 2016 fand an der FH Technikum im Bachelorstudiengang Verkehr und Umwelt in der Vertiefung „Smart Cities“ zum zweiten Mal die Lehrveranstaltung „Soziotechnische Aspekte von Smart Cities“, unter der Leitung von Dipl.-Ing.in Dr.in Bente Knoll (Vorstandmitglied bei WIMEN), statt. Die Studierenden erhielten eine Einführung in das Themenfeld Gesellschaft und Technik unter besonderer Berücksichtigung von Geschlechter- und Diversitätsfragen und konnten vertiefend sozio-technische Aspekte von Smart Cities in den Themenbereichen Energie, IKT und Mobilität – auch unter Anwendung von empirischen Erhebungsmethoden – bearbeiten. Die Einführung in das Thema erfolgt in Präsenzterminen im Hörsaal sowie durch Recherchen und Dokumentenanalysen im Selbststudium.

Für den Themenbereich Energie haben die Studierenden zunächst in Zweiergruppen das eigene Energienutzungsverhalten im Haushalt reflektiert und anschließend das Thema nach selbstgewählten Fragestellungen vertieft.

Für den Themenbereich IKT wurden unterschiedliche Apps mit Personen in den Altersgruppen 18 bis 21 Jahre, 35 bis 45 Jahre und über 60 Jahre mit Hilfe von ThinkingAloud Tests auf deren Usability hin überprüft.

Für den Themenbereich Mobilität wurden von den Studierenden in Zweiergruppen Erhebungsraster für die quantitative Verkehrszählung von motorisierten Fahrzeugen, Fahrrädern und Personen entwickelt und an vier Standorten rund um die U-Bahn-Station Jägerstraße im 20. Bezirk in Wien durchgeführt.

Weiters fand im Juni 2016 eine Weiterbildung für Lehrende an der FH Technikum zum Thema „Gender/Diversity und Smart Cities“ unter der Leitung von Dipl.-Ing.in Dr.in Bente Knoll statt. Im Workshop wurden die Begriffe "Gender" und "Diversity" geklärt sowie konkrete Bezugspunkte zum Konzept der "Smart Cities" aufgezeigt.  Im Zentrum standen dabei Menschen als BewohnerInnen, NutzerInnen und auch als PlanerInnen sowie EntscheidungsträgerInnen von zukunftsfähigen Städten und den smarten Technologien. Die TeilnehmerInnen erhielten die Gelegenheit über ihre eigenen Lehrveranstaltungen und Forschungsprojekte rund um Smart Cities sowie über die (möglichen) Gender- und Diversity-Aspekte dazu zu reflektieren.

Über das Projekt EU-ASCIN (https://www.eu-ascin.at/):

Der zentrale Fokus des Projekts EU-ASCIN (European Academic Smart Cities Network) ist die Errichtung eines akademischen Smart Cities Netzwerks im zentral- und südosteuropäischen Raum. Das primäre Ziel des Netzwerks umfasst die Konzeption und Etablierung eines internationalen Smart Cities Studienschwerpunkts und die Durchführung von interdisziplinären und länderübergreifenden Studierenden-Projektarbeiten unter Anleitung von ExpertInnen und KooperationspartnerInnen.

Weiters ist der Aufbau einer Smart Cities Wissens- und Lehrplattform geplant, um die wissenschaftliche Sichtbarkeit zu erhöhen.

Bente Knoll für WIMEN im Dezember 2016