WIMEN Newsletter 2016/3

TeilnehmerInnen der Fokusgruppe im Rahmen des Landinger Sommers (von links nach rechts): Renate Kinzl, Angelika Rauch, Christian Ecker, Nicole Kajtna, Gudrun Haage, Gertraud Oberzaucher, Karin Konecny (hockend) Irmgard Pribas, Daniela Kain, Andrea Grabher. Bild: WIMEN

Energie-Wende-Wege für Nutzerinnen und Nutzer

WIMEN hat sich im Auftrag des Klima- und Energiefonds und der gemeinsamen Arbeit der Fachfrauen an Positionen zum Thema Energiewende und Mensch mit dem von der EU erarbeiteten Konzept ‚Energy Transition – Power to consumers‘ intensiv auseinandergesetzt. Die Einbeziehung und Mitnahme der Menschen in diesen Veränderungsprozess macht eine Erweiterung des Konsumgedankens notwendig: Wir denken an Nutzerinnen und Nutzer, um das Thema ganzheitlich behandeln zu können.
Das Ergebnis von drei Fokusgruppen zum Thema Energie-Wende-Wege zeigt vier Positionen aus Frauensicht, die diesen Prozess der Energiewende auf unterschiedlichen Ebenen – auf der sehr persönlichen, aber auch auf Forschungsebene – begleiten.

Einstieg in unsere Überlegungen

Delivering a New Deal for Energy Consumers*

The Energy Union Framework Strategy sets out the vision of an Energy Union "with citizens at its core, where citizens take ownership of the energy transition, benefit from new technologies to reduce their bills, participate actively in the market, and where vulnerable consumers are protected".

A THREE-PILLAR STRATEGY TO DELIVER A NEW DEAL FOR ENERGY CONSUMERS - consumer empowerment; smart homes and networks; data management and protection

  • Saving money and energy through better information
  • Giving consumers a wide choice of action
  • Maintaining full protection for consumers


Quelle: Europäische Komission

* Brussels, 15.7.2015 COM (2015) 339 final COMMUNICATION FROM THE COMMISSION TO THE EUROPEAN PARLIAMENT, THE COUNCIL, THE EUROPEAN ECONOMIC AND SOCIAL COMMITTEE AND THE COMMITTEE OF THE REGIONS

Unsere Beobachtungen dazu

Klimaschutz und Energiewende gehen Hand in Hand mit Werten für Nutzerinnen und Nutzer im Sinne der Lebensqualität abseits marktorientierter Botschaften, wie Respekt gegenüber Natur und Mensch, Verantwortung für unser heutiges Tun in Hinblick auf die nächsten Generationen, langfristiges Denken und Planen, unser persönlicher Ressourceneinsatz, Denken in Konsequenzen, Teilen und Besitzen, das Recht auf Arbeit (Recht auf Grundeinkommen), auf Privatsphäre, auf Ruhe und Stille, auf gesunde Böden, auf artgerechte Haltung, auf Diversität, etc. Schlussendlich geht es um eine Systemumstellung für mehr Lebendigkeit, für mehr Lebensfreude.

Die Energiewende braucht eine Veränderung unserer Gewohnheiten, ganz besonders im Alltag.

Wir leben ein bequemes Leben. Wenn wir unsere Gewohnheiten auf Basis der Lebensgrundlage (wie Wohnen, Essen, Arbeiten, Anziehen) ansehen, denken wir an: das Fleischessen reduzieren/abstellen, an den achtsamen Umgang mit Menschen und Ressourcen, nicht „alles einkaufen wollen“ zu jeder Jahreszeit bzw. auch zu jeder Tageszeit, an die Verfügbarkeit von Mobilität und „in die Gemeinschaft zurück“.

Was kann diese Veränderung anregen und inspirieren?

Gewohnheiten anderer Kulturen, anderer Generationen, anderer Schichten reflektieren, Anstrengungen zulassen, den Angelpunkt Schule und Bildung, Plattformen und Netzwerke zu Erfahrungen im Konsum, Verkehr, Landwirtschaft, Erneuerbare Energie, etc.

Neue ‚Formate‘ bringen die wissenschaftlich technologischen Errungenschaften der Energiewende zu den Nutzern und Nutzerinnen. Noch sind die Erkenntnisse im Himmel der Forschung nicht bei den Menschen gelandet. Es gibt viele Unsicherheiten zu möglichen Auswirkungen durch unterschiedliche Fachmeinungen, durch die Verwendung einer abgehobenen (Fach-)Sprache, durch nicht gut erklärte, undurchsichtige bzw. einseitige Erklärungsmodelle und durch hohe Kosten. Technologien sollen umfassend mit Zielgruppen abgesichert werden (user driven design), um so die ‚Brauchbarkeit‘ (usability) für Nutzerinnen und Nutzer garantieren zu können.

Was kann diese Veränderung anregen und inspirieren?

Visualisierung der Sprache, mit Humor statt mit dem erhobenen Zeigefinger, spielerisch einfach und durch Spiele lernen (Gamification, Gamifizierung), Anreizsysteme schaffen, auch nicht-monetäre, ‚Mit-Mach-Geschichten mit ‚G‘spür‘, Vermittlung: klare Information geben, glaubhafte und authentische Botschafterinnen und Botschafter finden, langfristige Entwicklungen und ganzheitliche Auswirkungen aufzeigen, um den Menschen die Angst vor Veränderung zu nehmen.

Es gibt sie noch nicht, diese ÖKO-Steuerungssysteme für alle Nutzerinnen und Nutzer.

Ein Paradoxon zeigt das Versagen der vorhandenen Steuerungssysteme aus ökologischer Sicht: Fossile Energieträger – Ressourcen schwinden und der Preis geht auch runter!

Dadurch wird der Umstieg der Industrie gebremst, und der Druck zur Veränderung kommt von der Nutzung, vom Konsum. Die Treiber: Information durch die Berechnung des (persönlichen) ökologischen Fußabdrucks, Plattformen für die öffentliche Diskussion, Idole für den Klimaschutz (Fußballspieler von Wales, Leonardo di Caprio, etc.)

Unsere Ideen: Namensschilder bei Konferenzen mit Ausweis des persönlichen ökologischen Fußabdrucks, alternative Klimakonferenzen über ‚Skype‘, alle Reisen der öffentlichen Hand nur noch ‚ökologisch‘, die Echt-Kosten-Ausweise (Eine Primel wird heute im Geschäft bereits ab € 0,55 verkauft, die Echtkosten unter Einbeziehung aller Folgekosten betragen ca. € 15,00!), natürliche Umwelt-Indikatoren nutzen (der Osterluzei-Falter bzw. die Osterluzei-Pflanze sind Klimawandelanzeiger) und vieles mehr.

Die Revolution für ein sinnstiftendes ÖKO-Steuerungssystem ist notwendig!?  Oder warten wir auf Godot?

Andrea Grabher für WIMEN im Dezember 2016

„Multimodal mobil – gender- und diversitygerecht“

Am letzten Mittwoch, den 14.12.2016, hat die Auftaktveranstaltung einer längerfristig gedachten Kooperation des bmvit mit dem Verein WIMEN stattgefunden. Es gilt, durch ein ansprechendes Veranstaltungsdesign zentrale Themen der Mobilität differenziert und zielgruppenrelevant weiter zu entwickeln und so Forschungsbedarf für die Zukunft aus Gendersicht zu definieren.

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Quelle: Christine Zach

WIMEN Mitglieder stellen sich vor: Dr.in Christine Zach

Mobilität ist weitaus mehr als Verkehr. Mobilität ist ein komplexes, transdisziplinäres Phänomen und in besonderem Maße Ausdruck von Lebensgestaltung. Nicht zu vergessen auf die unterschiedlichen Anforderungen des Personen- und Gütertransports im kommerziellen und öffentlichen Sektor. Dieser weite Interessensbogen zeigt sich deutlich in einer hochdifferenzierten Begrifflichkeit. Und gerade darin besteht die Chance, die unterschiedlichen Positionen zu erfassen und Verständigung zu ermöglichen. Denn: wo die Wahl des „richtigen“ Verkehrsmittels zur Glaubensfrage mutiert, wird respekt- und verständnisvolle Kommunikation zum obersten Gebot.

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Quelle: FH Technikum Wien

WIMEN-Beteiligung beim Projekt EU-ASCIN

Im Zuge des Projekts „EU-ASCIN“ (https://www.eu-ascin.at/), das von der FH Technikum Wien geleitet wird und bei dem neben dem Verein WIMEN auch die Fachhochschule Ulm, das AIT (Austrian Institute of Technology), Tina Vienna und die Universidade Catolica Portuguesa Projektpartner sind, war WIMEN in der Lehre und Weiterbildung beteiligt.

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Quelle: tbw research

Forschungsprojekt „TaxiPlus“

Das in der Programmline FEMtech vom Bundesministerium für Verkehr und Innovation (BMVIT) geförderte Forschungsprojekt „TaxiPlus“ wurde Ende 2015 von tbw research, Taxi 31300, Research&Data Competence, cmobility und ETA Umweltmanagement gestartet.

Das Ziel von TaxiPlus ist es ein neuartiges und sicheres Taxikonzept zu entwickeln und die Attraktivität des Berufsbildes der Taxilenkerinnen zu erhöhen. Das Projekt richtet sich vor allem an Personen mit erhöhtem Sicherheitsbedarf und Servicebedürfnis wie Kinder, Jugendliche, junge Frauen und Mädchen sowie alte und gebrechliche Menschen. Dieser Zielgruppe und deren Aufsicht soll  ein sicherer, angenehmer und komfortabler Transport gewährleistet werden. Der Sicherheitsaspekt beschränkt sich allerdings nicht nur auf die Fahrgäste, sondern auch auf die TaxiPlus-Lenkerinnen.

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WIMEN Termine 2017

Auch 2017 veranstaltet WIMEN Mitgliedertreffen und Mittagstische, zu denen wir herzlich einladen.

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Quelle: publicdomainpictures.net

WIMEN - Weihnachtsgrüße

WIMEN wünscht frohe, erholsame Feiertage und einen guten Start ins neue Jahr!

Wir freuen uns auf persönliche Treffen, spannende Diskussionen und informative Veranstaltungen im Jahr 2017!

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