Energie-Wende-Wege für und mit Konsumentinnen und Konsumenten

Bild: WIMEN

Der Verein WIMEN eröffnet als Plattform von Fachfrauen Diskussionsräume für eine diversity-sensible und nachhaltige Gesellschaftsentwicklung in den Vereinsthemen – Mobilität, Energie, Umwelt und öffentlicher Raum.

Die Themen Energiewende und Klimaschutz stehen schon seit einiger Zeit - auch in der Diskussion mit externen Expertinnen und Experten - auf unserer Tagesordnung, mit einer für unsere Diskussion zentralen Ausrichtung: Die Vertreterinnen von WIMEN wollen ihre Aufmerksamkeit und Entwicklungsarbeit den Handlungsmöglichkeiten, Veränderungsprozessen und Motivationen der Nutzer und Nutzerinnen widmen.

Für diese Arbeit, vielfältige und an den verschiedenen Konsumentinnen und Konsumenten orientierte Energie – Wende – Wege aufzuzeigen, wird WIMEN vom Energie- und Klimafonds finanziell und von vielen Fachfrauen mit Beiträgen unterstützt.

Unser erster Schritt zum Wiedereinstieg in das Energie-Thema war im Rahmen einer unserer WIMEN Themenabende in Graz. Die Kooperation mit unserem WIMEN Mitglied - der TU Graz, Büro für Gleichstellung und Frauenförderung - machte diese thematischen Auseinandersetzungen möglich. Steirische Fachfrauen haben diese Möglichkeit zum Austausch mit WIMEN genutzt und mit vielen praktischen Beispielen zur lebendigen Diskussion beigetragen.

Eine kurze Zusammenfassung: Die Energiewende mit all den verschiedenen Strategien zu Veränderungen/Verbesserungen wird (wie das Thema Klimaschutz) als sehr komplex und undurchsichtig wahrgenommen und bezüglich der Verantwortung daher sehr gerne der strukturellen Ebene (Gemeinde, Land, Staat) zugeschrieben. Verständliche Übersetzungen, Zusammenhänge und Vermittlung der individuellen Lösungskompetenz für die unterschiedlichen Zielgruppen und Verbrauchertypen laut ‚Energystyles‘  fehlen. Vielmehr verunsichern sich widersprechende Botschaften und Signale - wie beispielsweise die Entwicklung der Energiepreise und notwendige Maßnahmen für die Energiewende - den Konsumenten, die Konsumentin. Lohnt es sich „Energie zu sparen“? Welche Personengruppen sind „beratungsresistent“? Kann die/der Einzelne noch einen Umweltbeitrag leisten, wenn die Industrie ein massiver Energieverbraucher ist? Warum ist der Verkehrssektor so eine zentrale Größe im Energiebedarf, die schwer beeinflussbar ist? Warum steigt der österreichische Stromimport stark an und was bedeutet das für uns?

Als unser ‚Angelpunkt‘ für die weiteren Diskussionen wurde festgelegt: Wie können wir Frauen mit diesen ‚Unsicherheiten‘ umgehen? Welche Ansatzpunkte sehen wir, persönlich, als Fachfrauen und als Vertreterinnen von Zielgruppen, die heute kaum im Blickfeld der Forschung und Entwicklung sind.

Unser nächster Schritt war eine Fokusgruppe mit Fachfrauen Anfang Juli 2016 in Wien, die wiederum Input für den WIMEN Beitrag zum Landinger Sommer im Rahmen des Smart Cities Day ist.

Text: Andrea Grabher, Susanne Wolf-Eberl, Irmgard Pribas