Arbeitsgruppen der WIMEN Mitglieder

AG Betroffenheit erzeugen - Sprache hinterfragen

Die AG zum Thema "Betroffenheit erzeugen - Sprache hinterfragen" hat sich  im Herbst bisher virtuell ausgetauscht, um das Thema einzugrenzen. Die kleine Gruppe (Andrea Grabher, Eva Favry und Christine Chaloupka-Risser = AG Leitung) hat Folgendes festgestellt:

Vorerst sollte der Schwerpunkt auf die Rolle der Sprache bei der Diskussion komplexer Sachverhalte mit hoher Relevanz für das Alltagsleben gelegt werden, d.h. wie kann Klarheit geschaffen werden, ohne übermäßige Ausführlichkeit (die zu Verwirrung führen kann und damit auch zur Kapitulation, sich mit dem Thema aufgrund Überforderung weiter zu beschäftigen), aber auch ohne Simplifizierung (aufgrund derer das Thema möglicherweise an Bedeutung verlieren könnte, banal erscheinen könnte und ebenfalls nicht weiter behandelt würde). Eine Gratwanderung somit.

Den ursprünglich ebenfalls dem Überthema untergeordneten Aspekt „Männersprache – Frauensprache“ möchte die AG derzeit nicht verfolgen.

Die Arbeitsgruppe ist derzeit klein (aber fein) und weitere Mitglieder sind herzlich willkommen, dann könnte sie noch im Jänner 2016 „durchstarten“. Unser Vorschlag: Wir machen eine Telekonferenz. So können auch ‚Nicht-Wien-Mitglieder‘ leichter mitmachen!

Text: Christine Chaloupka-Risser

 

AG Partizipation

Wie finden die Expertise, das Wissen aber auch die Bedürfnisse von unterschiedlich großen Gruppen Eingang in politische Entscheidungen und folglich auch in die Umsetzung von Maßnahmen? Diese Frage stellten wir uns als WIMEN ExpertInnen bei unseren Treffen immer wieder. Dass wir damit in guter Gesellschaft sind, zeigte sich 2015 sehr deutlich, da - nicht zuletzt in Wien - zahlreiche Veranstaltungen zum Thema Partizipation stattfanden. Bei einigen dieser Treffen waren ExpertInnen von WIMEN vertreten, manche auch aktiv beteiligt.

Im Rahmen von WIMEN hat sich deshalb eine Arbeitsgruppe gebildet, um sich näher mit dem Thema Partizipation zu beschäftigen. Im Vordergrund stand dabei weniger die allgemeine Darstellung des Begriffs (Was kann unter Beteiligung verstanden werden?, Wer sind die Stakeholder in einem Beteiligungsprozess?, etc.), da es dazu bereits gute und umfassende Literaturwerke gibt[i]. Inspiriert durch interessante, zum Teil widersprüchliche, Diskussionen bei oben genannten Veranstaltungen sollte vielmehr der Frage nachgegangen werden, ob mit Beteiligungsprozessen tatsächlich alle BürgerInnen erreicht werden (können), oder ob nicht trotz aller Bemühungen bestimmte Gruppen nicht erreicht werden und sich häufig doch „nur“ eine bestimmte Gruppe angesprochen fühlt und damit auch in den Entscheidungsprozess eingebunden wird.

Eine Antwort auf diese Frage wird von mehreren ExpertInnen gegeben, die bereits seit vielen Jahren in BürgerInnenbeteiligungsprozessen aktiv involviert sind. Die Erkenntnisse aus den Interviews werden in den kommenden Wochen in einem Positionspapier zusammengefasst  und auf der WIMEN Website den MitgliederInnen zur Verfügung gestellt. Wenn Sie sich als Expertin auf diesem Gebiet fühlen und wir Sie noch nicht angesprochen haben, würden wir uns über Ihre Meinung zu dem Thema sehr freuen[ii]!

Text: Christine Turetschek

 

Mentorinnen Projekt

Das Mentorinnen Projekt geht in die zweite Runde!

Aufgrund des großen Erfolges und der positiven Rückmeldungen der beteiligten Schülerinnen der NMS Schopenhauerstraße 79 wurde der Beschluss gefasst, das Projekt zu prolongieren.

Im Gegensatz zum Vorjahr, in denen Migrantinnen im 8. Schuljahr im Zentrum standen, werden ab Februar 2016 Module mit Mädchen der 6. Schulstufe umgesetzt. Beginnend mit dem Telefontraining, bei dem Schülerinnen mit Mentorinnen das telefonische Bewerben, klares und deutliches  Sprechen, das Buchstabieren des Namens und das Beantworten von Fragen zu Person, Vorstellungen und Motivation beantworten folgen weitere bewährte Aktivitäten unter dem Motto: "Begegnen, Bewusst machen, Beraten, Begeistern."

Bei einem Speeddating im März werden die Schülerinnen Mentorinnen des Vereins WIMEN nach deren Lebensgeschichten und beruflichem Werdegang befragen.

Bei dieser persönlichen Begegnung werden dann nach den individuellen Bedürfnissen der jungen Migrantinnen weitere Schritte für Unterstützungsmöglichkeiten gesammelt, die dann im Laufe der kommenden Monate umgesetzt werden sollen.

Fixe Bestandteile des Projektes sind ein Online-Joker, bei dem Mentorinnen in der Berufsorientierungsstunde online sind und aktuelle Fragen der Schülerinnen beantworten, ein Styling Workshop und die Teilnahme von Mentorinnen beim Bewerbungstraining an der Schule.

Wir freuen uns über Interessierte und Unterstützerinnen!

Text: Gerda Reißner

 

[i] http://www.oegut.at/downloads/pdf/part_hb-oeff-beteiligung.pdf; https://www.wien.gv.at/stadtentwicklung/studien/pdf/b008273.pdf

[ii] Senden Sie ein Email an verein@wimen.at, Deadline 31.01.2016