WIMEN Mitglieder stellen sich vor

Foto: Alexandra Millonig

Dies führt zu unerwünschten Folgewirkungen von Verkehrsentwicklungen (z.B. Zersiedelung), Widerstand gegen nachhaltige Verkehrsmaßnahmen (z.B. Parkraumpolitik) und unzureichender Akzeptanz von umwelt- und raumschonenden Verkehrslösungen (z.B. Förderung von Fuß- und Radverkehr in Begegnungszonen).

Ziel der Arbeit von DIin Dr.in Alexandra Millonig ist es, Mobilitätsforschung aus dem menschlichen Gesichtspunkt heraus zu verankern und zu einen Paradigmenwechsel weg vom technisch Machbaren und der Vorstellung des „Homo oeconomicus" hin zu einem besseren Verständnis menschlicher Verhaltensweisen (z.B. Verhalten aufgrund von Gewohnheit oder emotionalen Faktoren) beizutragen und damit die gezieltere und nutzerInnengerechte Umsetzung von Maßnahmen für umweltorientierte Mobilität zu erreichen. In diesem Zusammenhang verbindet sie unterschiedliche Disziplinen wie technische Wissenschaften mit Sozialwissenschaften, um komplexe Zusammenhänge zu untersuchen und menschliche Faktoren in Verkehrsmodelle einzubringen.

DIin Dr.in Alexandra Millonig schloss das Studium der Raumplanung an der Technischen Universität Wien im Jahr 2005 ab und promovierte 2014 zum Thema Fußgängertypologien, beides mit ausgezeichnetem Erfolg. Seit 2005 ist sie bei AIT Mobility (vormals ÖFPZ Arsenal GmbH) tätig und erforscht als Senior Scientist mit Ihrem Team menschliches Mobilitätsverhalten, gruppenspezifische Verhaltensmuster und Einflussfaktoren sowie Motivationsstrategien für Verhaltensänderungen zur Förderung von umweltverträglichen Mobilitätsstilen. Von 2007 bis 2009 war sie darüber hinaus an der TU Wien − Forschungsgruppe Kartographie als Projektassistentin tätig. An beiden Arbeitsstätten hat sie umfangreiche Erfahrungen in der Konzeption, Durchführung und Leitung wissenschaftlicher Projekte gesammelt. Seit 2013 bringt sie ihre Erfahrungen auch auf europäischer Ebene als Teil der ECTRI Thematic Group Mobility ein. Im Juni 2010 wurde sie aufgrund ihrer Leistungen zur „FEMtech Expertin des Monats" gewählt; das von ihr geleitete Forschungsprojekt GeSMo wurde für den Staatspreis Mobilität 2013 nominiert.

Text: Alexandra Millonig