Blicke aus der Praxis

1) Bente Knoll: Das aktuelle Projekt Alltagsspuren
Förderung von nachhaltigen und aktiven Mobilitätsformen im ländlichen Raum

Im Projekt Alltagsspuren werden Instrumentarien für ländliche Gemeinden, die für ihre Bevölkerung nachhaltige Mobilitätslösungen anbieten möchten, entwickelt. Durch die Sammlung von Erfahrungen und Erlebnissen von EinwohnerInnen zum Thema Mobilität und damit von in den Gemeinden bereits vorhandenem Wissen, werden Möglichkeiten und Herausforderungen für nachhaltige Mobilitätsformen deutlich.

Dieses Wissen der Bevölkerung wird mit kommunalen Mobilitätskennzahlen und Mobilitätsszenarien, die zukünftige Entwicklungen berücksichtigen, kombiniert. So entstehen Impulse für nachhaltige Mobilitätsstrategien und Mobilitätsleitbilder in den Gemeinden - ohne dass teure Mobilitätserhebungen durchgeführt werden müssen! Im Projekt werden dafür entsprechende, leicht handhabbare Instrumente entwickelt, die im Unterschied zu bekannten Mobilitätserhebungen insbesondere auf die Diversität der BewohnerInnen und die daraus resultierenden Unterschiede an Mobilitätsbedürfnissen abzielen.

Aktuell werden Pilotgemeinden gesucht, mit denen die geplanten Instrumente getestet werden können. Schon von Anfang an haben Gemeinden die Gelegenheit, an der Entwicklung des passgenauen Analysetools mitzuwirken und so einen aktiven Beitrag zur Entwicklung von neuen Lösungsansätzen auf dem Weg zu einer nachhaltigen Mobilität zu leisten. Alle Vorteile für Pilotgemeinden unter: http://alltagsspuren.at/content/list/1/28
Mehr Infos und auch für Sie die Gelegenheit eine Mobilitätsgeschichte für Ihre Gemeinde zu verfassen unter: www.alltagsspuren.at

Kontakt: Projektleiterin Dr.in Bente Knoll, B-NK GmbH bente.knoll@b-nk.at

2) Hemma Bieser: Smart Grids
Innovation Islands auf der Smart Grids Week 2015: Wie wir mit interaktiven Veranstaltungsformaten etablierte und neue Akteure vernetzen

Bei der heurigen Smart Grids Week in Wien konnten die TeilnehmerInnen erstmals das interaktive Veranstaltungsformat Innovation Islands erleben. Unter dem Titel Neue Geschäftsmodelle – Basis für den Erfolg smarter Energiesysteme gestaltete Hemma Bieser im Auftrag des BMVIT fünf Innovationsinseln, auf denen führende Unternehmen und Startups ihre Geschäftsmodelle und ihr methodisches Arbeiten vorstellten. Dabei trafen Forscherinnen und Forscher auf Entrepreneure und Startups.

Das Ziel der Innovation Islands war es, den TeilnehmerInnen der Smart Grids Week Wege zu innovativen Geschäftsmodellen aufzuzeigen. Dabei spielten technische und organisatorische Rahmenbedingungen eine wesentliche Rolle, sowie die geeigneten Methoden, Prozesse und AkteurInnen. Big Player und innovative Startups stellten ihre Ideen vor, die bereits am Markt verfügbar sind oder die uns in den nächsten Jahren überraschen werden.

Hier die Innovation Islands im Überblick:
1. Megatrends der vernetzen Welt: Gerhard Graf, Bosch Software Innovations
2. Smart Data oder „Was wir heute schon aus unseren Daten wissen“: Marcus Kottinger, IBM
3. Start up your company: Peter Tschuchnig, INITS in Kooperation mit Hemma Bieser, avantsmart
4. Plug-and-play Lösungen erobern den Markt: Alexander Dopler, LineMetrics
5. Geschäftsmodelle entscheiden über den Erfolg einer Technologie: Stefan Pfeffer, Microtronics

Die TeilnehmerInnen waren sich einig, dass sie zukünftig noch mehr mit AkteurInnen außerhalb der Forschungscommunity kooperieren wollen. Speziell für große Unternehmen kann die Zusammenarbeit mit innovativen Startups eine Bereicherung sein, obwohl die Kooperationsmodelle in den nächsten Jahren erst entwickelt und aufgebaut werden müssen.

Auf der neuen Website www.avantsmart.at finden Sie auch ein Video von der Veranstaltung.

Kontakt: DIin Hemma Bieser, avantsmart, hemma.bieser@avantsmart.at

3) Gertraud Oberzaucher: Einladung Alpbach
„Games of (In)Equality“ – Breakout- Session bei den Alpbacher Technologiegesprächen 2015

Gemäß dem heurigen Generalmotto „InEquality“ organisiert die Technische Universität Wien eine Breakout-Session zum Thema Gender & Diversity.  Am Freitag den 28. August 2015 von 13.00 bis 18.00 Uhr in der Hauptschule in Alpbach. Die Breakout-Session wird mit einer Keynote  zum Thema „Equality – Traum oder Wirklichkeit eröffnet und findet in Anschluss daran in Form eines Open Space (Stationen) statt. Das Detailprogramm finden Sie unter http://www.alpbach.org/de/session/breakout-session-07-spiele-der-ungleichheit/

Die Breakout-Session findet einerseits vor dem Hintergrund der neuen Bilanz-Richtlinie der EU 2014/95/EU des Europäischen Parlaments und des Rates statt, die die nichtfinanzielle Informationen zu sozialen Aspekten/ArbeitnehmerInnenbelange und umweltbezogenen Maßnahmen von kapitalmarktorientierten Unternehmen ab 500 MitarbeiterInnen einfordert. Zu den sozialen Aspekten zählen vor allem auch Maßnahmen zur Gewährleistung der Geschlechtergleichstellung. Die Richtlinie muss bis zum 6. Dezember 2016 in nationales Recht übertragen werden und tritt mit 1. Jänner 2017 in Kraft.

Andrerseits brauchen Unternehmen und Organisationen heute neue Strategien,  um zunehmende Pluralität in der Belegschaft produktiv zu gestalten. Ungleiche Chancen verschiedener gesellschaftlicher Gruppen werden heute zunehmend öffentlich diskutiert und in Frage gestellt. Eklatante Einkommensunterschiede zwischen Frauen und Männern, verminderte Aufstiegschancen von Menschen mit Migrationshintergrund oder die geringen Chancen von Menschen mit besonderen Bedürfnissen überhaupt einen Arbeitsplatz zu finden, sind nur ein Auszug aus einer langen Liste von Themen.

Die Frage ist wie die Umsetzung der Bilanzrichtlinie für Unternehmen und Gesellschaft zu einem echten Gewinn werden kann? Unter welchen Voraussetzungen führt eine Diversity Strategie für Unternehmen und Institutionen zu den versprochenen Benefits „mehr Innovation“, „bessere Marktchancen“, besseres Arbeitsklima“?

PROGRAMM:
Begrüßung: Anna Steiger, Vizerektorin für Personal und Gender, TU Wien
Einführungsvortrag: „Equality – Traum oder Wirklichkeit“, Christiane Seuhs-Schoeller, Geschäftsführerin Zentrum für integrale Führung
DiskussionsteilnehmerInnen:
• Evelinde Grassegger, Leiterin Abteilung III/I 4, Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie
• Franziska Nittinger, Leiterin Qualitätsmanagement, TU Wien
• Traude Kogoy, Diversity Beauftragte, ÖBB Konzern
• Sabine Herlitschka, CEO Infineon
• Alexis Eremia, Geschäftsführerin Impact Hub
Betreuerin: Brigitte Ratzer, Leiterin Abteilung Genderkompetenz, TU Wien

Kontakt: Gertraud Oberzaucher, MAS, AustriaTech, gertraud.oberzaucher@austriatech.org