Rückblick: WIMEN Aktivitäten

Foto: Susanne Wolf-Eberl

1) WIMEN Netzwerktreffen am 01.10.14 im bmvit

Auf Einladung von Mag.a Evelinde Grassegger - Leiterin der Abteilung III/I4 Mobilität- und Verkehrstechnologien - fand das letzte Netzwerktreffen von WIMEN im bmvit statt. Frau Mag.a Grassegger stellte uns die Genderziele des bmvit vor und Traude Oberzaucher präsentierte die Ziele und Aktivitäten unseres Vereins. Es war eine große und konstruktive Gruppe von Frauen und Männern. Die Vorstellungsrunde zeigte erneut eindrucksvoll die Breite und Vielfalt unser Mitglieder und NetzwerkerInnen.
Die Idee, mit Unterstützung des WIMEN Positionspapiers als „living document“ (vorgestellt von den Autorinnen Astrid Segert und Susanne Wolf-Eberl) zum Thema Mobilität, gute Anknüpfungspunkte für eine Zusammenarbeit bzw. mögliche inhaltliche Seilschaften auszuloten, wurde schnell und unkompliziert umgesetzt.
Innerhalb kürzester Zeit entstanden engagiert zu vier verschiedenen Mobilitätsthemen angeregte Diskussionen.

Die Ergebnisse der einzelnen Gruppen
• Mobilität für Alle (Verkettung von Mobilität und Lebensrealitäten, Ungleichheiten, Gestaltung von Angeboten)
• Zukunftsmobilität (Technologieschübe, Technikaffinität, Angebote, Gestaltung)
• Mobilität/Inhalte (Bildung, Nachwuchskräftesicherung, Kommunikation)
• Umweltfreundliche und aktive Mobilität; kombinierter Verkehr

aus  dem Genderblickwinkel zum Thema Mobilität waren ganz besonders in Hinblick auf die kurze gemeinsame Zeit zutreffend, konkret und motivierend für ein Folgetreffen, das von den Initiatorinnen als  weitere Vormittagsveranstaltung in Aussicht gestellt wurde.

Nachstehend finden Sie einige Highlights aus der Diskussion zusammengefasst:

  • Mit Unterstützung von Role Models schaffen wir ein breites Umdenken im Mobilitätsbereich - Wir verstehen uns als Role Models
  • Mit Systemchecks für NutzerInnen lässt sich der Blickwinkel auf das Gesamte - nicht nur auf Technologien -  lenken
  • Es braucht neue Inhalte weg von „Verkehrserziehung“ in Richtung „Mobilitätserziehung“, da neue Technologien den Umgang deutlich verändern (Beispiel: e-Mobilität ist geräuschlos, Multi-Technologie-Nutzung, aktive Mobilität)
  • Wir brauchen mehr (Spiel)Raum, um neue Inhalte „unter das Volk“ zu bringen
  • Wir entwickeln die ÖV und Mikro-ÖV Angebote für den ländlichen Bereich weiter und passen sie an die heutigen Lebensumständen an
  • Wir möchten die Abstimmung der (Planungs)Aktivitäten auf die „schwächsten MobilitätsteilnehmerInnen“ und die Vermittlung zwischen den „zersplitterten Planungskompetenzen“ unterstützen
  • Kinder und Jugendliche sind zentrale Zielgruppen, wenn wir über Alternativen zum bestehenden Mobilitätsverhalten nachdenken
  • Die Information und Darstellung von Daten ist dann für einen größeren Personenkreis zugänglich, wenn sie verständlich und einfach formuliert wird
  • Generationenübergreifend kann leichter auf unterschiedliche Wünsche und Bedürfnisse hin sensibilisiert werden

Wir freuen uns auf eine Fortsetzung dieser anregenden Diskussion!

Andrea Grabher und Susanne Wolf-Eberl für WIMEN am 23.10.2014

2) EU-ASCIN Kooperation:

WIMEN ist Partnerin im Projekt EU-ASCIN (European Academic Smart Cities Network), das von der FH Technikum Wien geleitet wird und an dem die Bachelor und Master Studiengänge "Erneuerbare Urbane Energiesysteme" sowie "Verkehr und Umwelt" und "Intelligent Transport Systems" beteiligt sind. Ziel von EU-ASCIN ist die Errichtung eines akademischen Smart Cities Netzwerks im zentral- und südosteuropäischen Raum, was durch die Bildung von Kooperationen mit in- und ausländischen Universitäten und Forschungsinstituten vorangetrieben wird. Ein weiteres wesentliches Ziel des Projekts ist das Wecken von Interesse für Smart Cities als Studienmöglichkeit bzw. zukünftiges Betätigungsfeld. Dazu werden interdisziplinäre und länderübergreifende Studierenden-Projektarbeiten unter der Anleitung von ExpertInnen der KooperationspartnerInnen durchgeführt. Im Zuge des Netzwerkaufbaus ist somit die Konzeption und Umsetzung eines international abgestimmten Studienschwerpunkts Smart Cities geplant.

Im letzten Projektjahr hat Bente Knoll für WIMEN u.a. einen Vortrag zum Thema "Gender und Diversity in der Mobilitätsforschung" gehalten, Andrea Grabher hat über Energie referiert. Weiters hat WIMEN das Projektteam bei der Recherche zum Status Quo von Smart Cities Aktivitäten bezüglich Gender & Diversity in der Lehre an Universitäten und Fachhochschulen im zentraleuropäischen Raum unterstützt. Weitere Recherchen in der Forschungslandschaft im Bereich Smart Cities zeigen, dass generell Gender & Diversity in der Forschung bislang in sehr geringem Umfang berücksichtigt werden bzw. wurden. Es bleibt noch viel zu tun!
Wir freuen uns auf das kommende Projektjahr – und werden im Zuge der Projektkooperation auch das WIMEN-Netzwerktreffen in Februar 2015 an der FH Technikum abhalten.

WIMEN-Ansprechpartnerin: Bente Knoll | Laufzeit: November 2013 – Oktober 2016

Bente Knoll für WIMEN am 14.10.2014