Polit Talk

In unserer Interviewserie haben wir die Wiener Vertretungen der politischen Parteien zum Thema Mobilität in Wien befragt.

Anbei nun der Vergleich der verschiedenen Aussagen und Prioritäten.

Die Gespräche/Diskussionen wurden geführt mit:

Stefan Gara von den Neos                                17.01.2015

Rüdiger Maresch von den Grünen             28.04.2015

Roman Stiftner von der ÖVP                           1.06.2015

Rudi Schicker von der SPÖ                               17.06.2015

Wolfgang Irschik von der FPÖ                        30.06.2015

 

Eine Zusammenfassung wurde auch in unserem WIMEN Newsletter publiziert.

Zum Newsletter-Beitrag

 

Anbei finden Sie die Ergebnisse im Überblick. 

(Wenn Sie auf das Bild klicken, wird es vergrößert angezeigt.)  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am 28.09.2015 fand dann eine weitere Runde zum Thema „Klimaschonende Mobilität für mehr Lebensqualität in Wien“ statt.

Eine zweite Diskussionsrunde fand zum Thema „Klimaschonende Mobilität für mehr Lebensqualität in Wien“ mit PolitikerInnen verschiedener Parteien statt, die den Klimawandel als Tatsache ernst nehmen und auch die Notwendigkeit sehen, umweltschonendes Mobilitätsverhalten zu fördern.

Bereits auf unsere Einladung kam der Einwand eines Experten: „Nur Männer am Podium“

Endlich tragen wir zur Sensibilität bei, dass beide Geschlechter gleichermaßen zu Wort kommen sollen, wenn auch auf ungewöhnlichem Weg. Ja, wir hatten in der ersten Runde nur  Männer – obwohl wir gleichermaßen Männer und Frauen angefragt haben! Dankenswerterweise war bei der letzten Diskussionsrunde Frau Holdhaus von der ÖVP  anwesend und auch das Publikum war größtenteils weiblich.

Trotz verschiedener Zugänge der Parteienvertreterinnen zu umweltfreundlichem Mobilitätsverhalten sind Gemeinsamkeiten auszuloten, die auch als Basis zukünftiger Vorgehensweisen wesentlich erscheinen:

  • Alle Parteien weisen wiederholt darauf hin, dass es wichtig sei, verschiedene Formen der Mobilität zu kombinieren.
  • Mehr Sicherheit und Entschleunigung im Stadtbereich wird von einer Mehrheit der PolitikerInnen begrüßt; keine breite Zustimmung gibt es zur generellen 30iger Beschränkung in Wien.
  • Allgemeiner Standpunkt: Carsharing ja - mit dem Ziel, den PKW-Bestand langfristig zu reduzieren. Jedoch braucht es noch Konzepte, um Carsharing in die Fläche zu bringen - speziell in die Außenbezirke, wo das ÖV-Angebot derzeit noch nicht ausreichen ist.
  • Mehrheitsstandpunkt: Sensibilisierung aller VerkehrsteilnehmerInnen um die zunehmenden Konflikte zwischen Auto- RadfahrerInnen  und FußgängerInnen zu verringern. Das gemeinsame Miteinander aller VerkehrsteilnehmerInnen steht im Vordergrund.
  • Breite Zustimmung: ÖFFIS müssen weiter ausgebaut/verbessert werden – vor allem in den Randbezirken.

Es wurde auch die Frage behandelt, wie die Parteien Ideen zur Verkehrspolitik von Seiten  BürgerInnen, Expertinnen und speziell dem Verein WIMEN als Expertinnenpool – mitberücksichtigen können. Die Vertreter/Vertreterin der Parteien können nur wenige erfolgreiche Beispiele für Beteiligungsmodelle nennen und merken an, dass funktionierende Strukturen, um regelmäßig weiter Personenkreise in Entscheidungen einzubeziehen in Wien erst gefunden werden müssen. WIMEN hofft zukünftig stärker zu neuen Lösungen beitragen zu können.